nummer zwei ^^
Morgernstern Interpretationsansatz von Anna Eiden
Um alles weitere verstehen zu können (kann ja nich jeder die Bibel gelesen haben ^^) hier einige Vorabinfos:
Morgenstern (deutsch) = Venus = Lucifer (lat.)
MORGENSTERN
- Häufiges Symbol für die Hoffnung, den Sieg des Tages über die Nacht, des Guten über das Böse
VENUS
- römische Göttin der Liebe, Schönheit und erotischen Verlangens(spricha alles was spaß macht).
- Zweitinnerster Planet des Sonnensystems, also Der stern, den wir als morgenstern sehen
LUCIFER
- lat. Name der Venus=Morgenstern, bei den Römern der heranbringer des neuen Tages.
- Er ist nach Deutungen der Bibel der erste Engel gewesen, den Gott erschaffen hat, alle anderen Engel überstrahlte. Dessen war sich Luzifer allerdings bewusst. Als Gott die Menschen erschuf hielt Luzifer dies für fehlerhaft und gar nicht mehr so akzeptabel. Er sollte plötzlich auch dem "Menschen" im Himmel dienen müssen? Auf diese Weise lehnte er sich gegen Gott auf, wollte sich über ihn sogar stellen und sagte ihm schließlich den offenen Kampf an, was Erzengel Michael mit seinen Getreuen auf den Plan rief. Dieser gewann den Kampf, da Erzengel Michael auch von Gott unterstützt wurde. Mit etwa einem Drittel der Engel, die sich für Luzifer entschieden, wurde er letztendlich auf die Erde gestürzt und führte seine Taten aus.
Die andere Version lautet, dass Gott einst nach einem Freiwilligen unter den obersten Engeln ersuchte, der zur Erde hinabsteigen und die Aufgabe innehatte, den Menschen in ständige Versuchungen zu bringen, um das Bewusstsein und die Spiritualität der Menschheit zu fördern. Entgegen dem ursprünglichen Verständnis wurde Luzifer jedoch im Bewusstsein der Menschheit verteufelt. Der einstmals göttliche Funke dieser Aufgabe wurde verschüttet und nicht mehr erkannt, was jedoch noch einem anderen Sinn entsprach. Denn wo die Dunkelheit herrscht, kann der Mensch den Schatten wieder von Neuem belichten, was ihm durch Annahme des Schattens - Wachstum und Transformation - einbringen kann. Luzifer wird auch als der "Fürst der Welt" betrachtet, als der Versucher und gefallene Engel und des gestürzten Morgensterns. Seine Versuchungen sind die Lüge, alles Schattenhafte, die Gier, Machtmissbrauch, seelenlose Lüsternheit, Bestechlichkeit, Maßlosigkeit.
Aber jetzt zur eigentlichen Interpretation...
(Da es uns in diesem Forum nicht gestattet ist Lyrics einzufügen, werde ich wohl oder übel nur Zeilenangaben machen. D.h. einfach die Zeilen durchnummerieren, dann wisst ihr wo ihr seid...
http://www.sing365.com/music/lyric.nsf/M...8256F260007DED7 leerzeilen mitzählen. )
In Zeile 1 sehe ich den weiblichen Part als eine Ungläubige, oder eine Hexe. Daher kann sie auch niemals das Licht sehen (Zeile 3), was gleichgesetzt werden kann mit dem Guten, hier, dem Christentum. Sie gewöhnt sich an die Tatsache und bleibt allem, was ihr fremd ist, fern (Zeile 6).
Da sie jedoch zurück will in die Gemeinschaft, möchte sie sich ändern um ins Bild der Anderen zu passen (Zeile 9) und wendet sich dazu an den hellsten Lichtschein, den sie in ihrer Welt sieht (Zeile 8).
So bittet sie den Morgenstern (Zeile 11f.), welcher der größte Feind des Lichtes ist, ihr zu helfen, sie zu einem „besseren“ Menschen (Zeile 13f.) zu machen.
Dieser jedoch verspottet sie (Zeile 18f) . Doch sie wünscht sich nicht mehr, als jemanden zu haben, der bei ihr ist (Zeile 15).
Ab Zeile 19 wechselt die Sicht zu der eines Mannes innerhalb der Gemeinschaft.
Er macht sich mitten in der nacht (Zeile 19f.) auf um ebenfalls eine Bitte an den Morgenstern zu stellen (Zeile 21). Auf dem Weg sieht er Gläubige, wie ihn selber, doch sie scheinen ihn nicht zu interessieren (Zeile 21).
In Zeile 24-33 richtet er das Wort an den Meister der Hexe( nach christlichem Glauben waren Hexen Dienerinnen des Satan), dass er sie liebt, es aber niemals zeigen darf, um selber nicht ausgestoßen zu werden. SO wünscht auch er sich vom Lucifer, dass sie so wird wie die anderen (Zeile 26), um kein Risiko einzugehen, wenn er mit ihr zusammen ist. Doch gleichzeitig verzehrt er sich danach mit ihr zusammen zu sein (Zeile 31f.f.)
Auch vor ihm verspottet der Satan die Hexe um ihr zu zeigen, dass sie niemals so wird wie die anderen, niemals dazugehören kann(Zeile 35-39).
Daraufhin bittet der verliebte Mann wieder darum, dass er die Hexe zu einem der ihren macht ( Zeile 45-48). Im letzten Vers ergibt sich, dass Lucifer den beiden ein viel größeres Geschenk macht ( Zeile 51f), als die Eingliedehrung der Hexe in die Gesellschaft.
Er zeigt dem Mann, dass man nur mit dem herzen gut sieht ( Zeile 55), und das die Hexe perfekt ist, genau so, wie sie ist (Zeile 56), und dass man keinen Menschen ändern darf, damit er in eine Gruppe passt.
Denn dann ist er nicht mehr der Mensch, in den man sich verliebt hat.